Es ist die Zeit vor Weihnachten. Die Zeit der langen Abende… wo es drinnen so richtig gemütlich ist und die Nächte klirrend kalt. Das Mädchen und ihr Hund sind zusammen in ihrem Zimmer. Draußen ist es schon dunkel. Jeden Tag ein kleines bisschen früher. Viel Zeit noch vor dem Schlafen gehen. Das Mädchen spielt und redet mit ihren Puppen und den Teddys, die manchmal auch antworten, wenn man ganz still ist. Warm ist es ums Herz in diesen Momenten… „So fühlt sich Geborgenheit an“… denkt er, während er schläfrig auf dem Teppich liegt und durchs Fenster in die dunkle Nacht schaut. Seine Gedanken fliegen weit fort und hüllen ihn ein in dieses Gefühl, das keine Zeit kennt und keinen Ort.

Nach einer Weile kommt das Mädchen und legt sich neben ihn, und noch ein Stück näher kuschelt sie sich ran. „Weißt du, dass es Sterne gibt, die Träume mitnehmen können?“ sagt er plötzlich. „In echt?“ fragt sie und sieht ihn staunend an. Er schaut wieder aus dem Fenster… „Ja, es sind die, die gar nicht so hell leuchten. Nur wer lange genug in den Himmel schaut, kann sie sehen.“ Angestrengt schaut das Mädchen hinaus in die Nacht. Nach einer Weile fährt er nachdenklich fort… „Menschen und Tiere haben Träume. Überall auf der Welt. Und Besonders die, die traurig sind. Denen es schlecht geht. Und die, die jemanden verloren haben…“

Er macht eine Pause und seine Stimme wird etwas rau, als er weiterspricht… „Nimm ihn mit, meinen Traum…“ flüstern sie und hoffen, dass sie jemand hört, bevor sie einschlafen… Und genau diese Sterne sind es, die die Träume einfangen und verbinden… Verstehst du?“ „Nein… Wie?“ Die beiden schauen in die dunkle Nacht und das Mädchen sucht jetzt mit ihren Augen den Himmel ab. Sie kneift sie sogar ein bisschen zusammen, um die kleinen Sterne besser zu sehen… bis sie schließlich vor ihren Augen verschwimmen. „Stell dir vor, irgendwo und überall auf der Welt gibt es arme Tiere, so wie ich es einmal war, denen kalt ist, die Hunger haben, denen es schlecht geht, die niemand will. Auch sie träumen… jede Nacht und immer wieder…

Und irgendwo anders schaut ein Mensch, genau in diesem Moment in den Himmel, weil er einsam ist, weil er jemanden vermisst. Und diese Sterne, die sonst so unscheinbar sind, nehmen all ihre Kraft zusammen und leuchten ganz hell in dein Gesicht… und plötzlich weißt du, dass da draußen jemand ist… jemand der dich braucht, der auf dich wartet. Du weißt es einfach, ohne zu wissen, woher. Manchmal spiegeln sie ein Gesicht, manchmal einen Hauch, eine Ahnung nur… Und wenn du dann am Morgen erwachst, bist du ganz sicher. Und du hast dieses Gefühl in dir. Man nennt es Hoffnung. Es gibt dir Kraft. Und Mut. Und du machst dich auf die Suche…“ „Doch wo suchen? Die Welt ist weit?“ sagt das Mädchen, die jetzt ganz aufgeregt ist.

„Man muss Geduld haben und genau auf sein Herz hören! Nur das Gefühl im Herzen ist wichtig. Du wirst es wissen, sobald du die Augen siehst, im ersten Augenblick. Sie sind das Tor zur Seele. Genau dort, wo sich eure Träume begegnet sind. Es war immer so… und es wird immer so sein.“ „Wow… Das ist schön!“ Ihre Augen leuchten, als sie ihren Hund anschaut. „So war es bei uns auch, weißt du noch? Ich wusste es genau, als ich dich sah…“ Sie legt ihre Hand auf seine Pfote und es wird ganz still, ganz warm ums Herz, bei beiden. Doch plötzlich sagt sie traurig… „Aber nicht alle finden sich… Es sind so viele da draußen, die traurig sind…“ Es dauert, bis ihr Hund wieder anfängt, zu sprechen… „Es gibt dort oben im Himmel einen Ort, wo es wunderschön ist… wo wir alle herkommen und wieder hingehen, wenn die Zeit gekommen ist. Es ist unser aller wahres Zuhause.“

Er räuspert sich, bevor er weiterspricht… „Meine Mutter hat es mir erzählt, als ich noch klein war, als es mir sehr schlecht ging… Ich habe überlebt… mein Traum wurde erfüllt…“ „Und was ist mit denen, deren Träume Träume bleiben… ?“ fragt das Mädchen ganz leise und er hört sie schlucken… „Weißt du, nicht jeder bekommt in diesem Leben die Chance… und nicht jeder die Möglichkeit.“ Gemeinsam schauen sie jetzt nach oben, das Mädchen und ihr Hund… „Irgendwo da oben in diesem unendlich weiten Himmel sind die Seelen zuhause… und viele kommen mit einer Aufgabe zurück… Es ist immer die Liebe… “ Und dann fügt er mit fester Stimme hinzu… „Irgendwann finden sich die, die zusammengehören… Hier oder dort… In diesem oder einem anderen Leben… Ich glaube ganz fest daran…“

(Sylvia Raßloff)

Ganz besonders freue ich mich, nach einiger Zeit wieder von lieben Menschen und Tieren zu hören, denen ich geholfen habe. Danke von Herzen für diese so schöne Rückmeldung zu meiner Tierkommunikation und den Heilreisen für Eddy (Und auch zu meinen Seminaren…) Die Geschichte von Annabelle und Eddy, der früher Boddi hieß, ist eine ganz Besondere… weil sie nie aufgegeben haben und heute so glücklich sind. Ich habe Tränen in den Augen bei den Bildern und ein Stück möchte ich euch zu dieser Geschichte mitnehmen…

Ja, es gibt sie, diese ganz besonderen Menschen und ich bin sehr dankbar, dass ich ihnen über die Tiere begegnen darf. Meine liebe Seminar-Teilnehmerin Annabelle, die sich im Tierschutz in Rumänien engagiert, hatte mich vor einiger Zeit darum gebeten, einen Hilferuf für eine ganz arme Seele zu teilen… Boddi war aus einem fahrenden Auto geworfen worden… und anschließend von einem anderen Auto überfahren… Er wurde erst nach Tagen halbtot und voller Maden in seinen Wunden gefunden… Sein Bein konnte leider nicht mehr gerettet werden. Und dann saß er im Tierheim… und gab sich auf… fing an, seine eigene Rute zu fressen, als mich der Hilferuf von Annabelle erreichte… die bereits zwei Hunde, u.a. einen geretteten Straßenhund aus Rumänien und einen sehr alten und pflegeintensiven Hund hat… Sie hatte sich bereit erklärt, die Reisekosten und die Prothese für Boddi zu bezahlen… um ihm zu helfen. Nachdem sich niemand meldete… holten sie Boddi zu sich und pflegten ihn mit viel Mühe gesund… Seele und Körper heilten und Boddi sauste glücklich auf seinen 3 Beinen umher… Der Tag rückte näher, an dem er auf einen Gnadenhof kommen sollte… eine Endstelle, spezialisiert auf behinderte Tiere… und dann schrieb sie mir am Tag zuvor… „Heute morgen bin ich weinend aufgewacht, weil ich hoffe, er fährt jetzt ins Glück. Irgendwie kann ich ihn nicht loslassen in eine ungewisse Zukunft…“

Und dann kam diese wundervolle Nachricht… „Liebe Sylvia, stell Dir vor, ich habe Boddi auf den Gnadenhof gefahren und auf der Rückfahrt nur geweint. Und dann… hab ich ihn wiedergeholt!!!! Allen Mut zusammengenommen und es einfach gemacht. Und weißt Du auch, wieso? Weil ich seit dem
Anfangsseminar bei Dir gelernt habe, 1. auf mein Gefühl zu hören und 2. das Tier zu verstehen. Und er hat mir beim Abschied eindeutige Dinge „gesagt“. Ich hoffe so sehr, ich schaffe es, ein schwarzer Riese mit 3 Beinen, der seinen Kot nicht halten kann und gewickelt werden muss. Aber eine Seele zum dahinschmelzen. Ich danke Dir!!!! Ganz liebe Grüße Annabelle“

Nein, nicht wir sind es, die sich die Tiere ausssuchen… Sie finden UNS… Das Herz entscheidet Dann gab es einen schlimmen Notfall, wo Eddy ganz schlimm gestürzt ist (weil er oft nicht an sich halten kann vor lauter Lebensfreude… Wir hatten ihn dann inständig gebeten, in Zukunft vorsichtiger zu sein…)… Schmerzen, Schock, Trauma… und ich wieder um Hilfe gerufen wurde… Och inzwischen haben sich alle wieder gut erholt haben und ich habe mich gestern so unglaublich über diese Zeilen gefreut…

„Liebe Sylvia,

jetzt ist es schon so lange her, seit unserem letzten Kontakt. Deshalb möchte ich Dir unbedingt noch so sehr danken und sende zwei Bilder von Eddy, unserem Hopsi Nach dem schlimmen Sturz ging es endlich bergauf. Ich bin so froh, er ist wirklich vorsichtiger geworden und ein Traumhund!!! Immer noch ein wenig zu wild und stürmisch, aber das ist einfach seine Lebensfreude. Als er kam, war er ein Häufchen Nichts, er biss gelegentlich und wollte kaum Zuneigung. Heute ist er der größte Kuschler überhaupt!! Ich bin so stolz!

Vielleicht macht sowas auch anderen Mut, sich für den größten Notfall eines Auslandtierheimes zu entscheiden. Mit seiner Orthese saust er rum wie ein normaler Hund. Er kümmert sich auch rührend um unseren Opi Leo. Der ist mittlerweile 15 Jahre und fast 4 Monate!!! Du kennst ihn ja auch. Ich mache für meine Hunde ein Ausbildung zum Ernährungsberater für Hund und Katze. Und habe da so meine Träume, auch beruflich was daraus zu machen. Was aus Eddy geworden ist… ich finde die Bilder sprechen für sich… Stolz liegt er vor seinem Zuhause und schaut in die Ferne!

Nun habe ich Hoffnung, dass Weihnachten mit Leo noch klappt. Da hab ich ein wenig Sorge. Es wird wohl etwas ruhiger sein hier… (Denn wer diesen Zauberkopf Eddy als „unwertes“ Leben betitelt… hat in meinem Leben nichts zu suchen.) Ich sende Dir ganz viele liebe Grüße und Danke Dir von Herzen für Alles

Annabelle“

„In Erinnerung an eine ganz große Seele…

und für alle Engel… die für immer in unseren Herzen sind… die neben uns wandern… und uns wie Sterne den Weg leuchten… die uns Hoffnung geben… und unsere Seele zum Tanzen bringen… wenn wir glauben, wenn wir fühlen… wenn wir sehen. Nein, sie sind nicht weg. Sie wandern nicht mehr in ihren irdischen Körpern – aber sie sind unter uns. Sie sind bei dir, jetzt – und sie werden immer da sein.“ (Sylvia Raßloff)

Wenn eine Seele geht… ist es immer zu früh…

„Liebe Sylvia,

Vielen vielen Dank für deine feste Umarmung und das schöne Gedicht das für mich und Benita geschickt hast. Es mich sehr berührt und getröstet. Im Moment überdecken  Tränen und  Trauer noch die wunderschönen Erinnerungen an unserer Benita. Es kam alles so plötzlich so unerwartet… auch wenn sie schon fast 14 Jahre alt war, war es doch zu früh!

Ich war die ganze Zeit bei ihr, habe sie nicht allein gelassen, auch die Stunden hier zuhause waren Iska und ich an ihrer Seite. Keiner, auch unsere Tierärztin nicht, dachten, dass sie so schnell sterben würde… Als Benita um 17.30 hier zuhause umfiel, fuhren wir sofort zu ihr. Es wurden Tumore an Leber und Milz festgestellt sowie eine Infektion. Durch die Infektion hatte sie Fieber und war sehr schwach. Die Tierärztin hat uns darauf vorbereitet, dass Benita nur noch eine kurze Zeit bei uns bleiben könte. Sie bekam Medikamente und durfte mit nach Hause. Das erste, was sie wollte, als wir nach Hause kamen, war etwas zum fressen. Danach schlief sie. Doch in der Nacht verschlechterte ihr Zustand sich zusehends und um 4.00 morgens fuhren wir wieder zum Tierarzt mit der Gewissheit, dass sie nicht mehr mit uns zurück kommt. Auch unsere Tochter konnte noch Abschied nehmen, unserer Sohn konnte das leider nicht und das macht ihm schwer zuschaffen. Ich habe sie festgehalten und mit ihr geredet bis zum letzten Atemzug.

Sie fehlt so unwahrscheinlich….auf ihre ruhige, liebevolle Art, so wie sie war. Vieleicht hast du gespürt, dass ich dir morgen schreiben wollte…..mit einer Bitte an dich…… Könntest du, wenn es dir möglich ist, mit Benita Kontakt aufnehmen? Ich würde so gerne wissen, ob es ihr gut geht und ihre letzte Reise nicht zubeschwerlich für sie war. Vieleicht irre ich mich, aber ich hatte am Montag Abend kurz das Gefühl, als hätte sie mir ein Bild gesendet, wo ich sie auf einer Wiese stehen sah, schön wie sie war, unter Bäumen…

Danke Sylvia, du bist so ein wunderbarer Mensch und ich bin froh dich zukennen. Deine Nachricht hat mir sehr gut getan und ich schicke dir ein herzliche Umarmung zurück. Bitte lass dir Zeit, ich weiß, dass du oft auch Notfälle hast, die gehen vor.

Ganz liebe Grüsse an dich“

Auszüge aus meinem berührenden Gespräch mit einer wundervollen Seele…

Benita kommt mir auf einer großen Wiese entgegen. Sie hat ein Strahlen um sich, einen ganz hellen Schein, wirkt wie ein Engel auf mich, fast unwirklich. Als sie bei mir angekommen ist, legt sie sich wohlig in die Wiese. Von ihr geht eine große Ruhe aus, die sich auf mich überträgt. Sie hat eine Energie, die alles um sie herum einhüllt in Wärme und Licht. Benita ist eine sehr alte Seele, sehr weise. Sie ist gegangen, wie sie gelebt hat. Ruhig und bestimmt, ist sie ihren Weg gegangen, immer… dem Weg der Seele gefolgt. „Es ist gut.“ sagt sie „Meine Aufgabe ist erfüllt. Die Menschen, die ich begleitet habe, können jetzt alleine weiter gehen. Alles ist so, wie es sein soll. Wie ich es mir gewünscht habe, wenn ich gehe. Ich danke so sehr für alles, was wir voneinander lernen durften. Für die Zeit. Die Liebe. Dieses Leben.

Es war ein gutes Leben! Alles fügt sich ineinander, ist der Lauf der Natur… Werden, Sein, Nehmen und Geben. Dem Klang des Herzens folgen. Und zurückkehren in die unendlichen Weiten des Alls, in das Allseiende, denn wir sind ja nicht fort, wir wechseln nur das „Gewand“. Sind reine Energie jetzt und nicht mehr auch Materie. Den Körper, der nicht mehr funktionierte, legen wir ab und kehren in die „heiligen Jagdgründe“ zurück. (Ich sehe an der Seite eines Schamanen, in einem früheren Leben, frei, fast wild und doch verbunden, hat sie sich ihm freiwillig angeschlossen, um ihn zu begleiten. Sie ist eine weiße Wölfin. Die Beziehung ist geprägt von gegenseitigem Respekt, von Freiheit und Liebe, so, wie alle Tiere es sich wünschen würden und so, wie es zu Anbeginn aller Zeiten einmal war.) In unser aller wahres Zuhause. Das Zuhause der Seele, wo uns die Seelenfamilie erwartet. Es ist einfach wunderbar. Ich bin frei. Glücklich. Hier ist die Antwort auf alle Fragen, die Antwort auf alle Sehnsüchte und Träume. Hier ist Verstehen und Heilung, Regeneration für alle Seelen, für den Neubeginn… Den Weg jeder Seele, der vorbestimmt ist.“ (Wow… Ich bin völlig berührt von ihrer Ausstrahlung und Weisheit.)

„Sie brauchen keine Angst haben, nicht trauern. (Sie zeigt mir ein weißes Porzellangefäß/Figur?)  Ich habe sie nicht verlassen. Ich werde sie weiter begleiten. Bin da, gebe ihnen Kraft (Krafttier: Wolf!). Marie kann mich sehen und fühlen. Ich weiß das! Sie ist sehr sensibel. Einfach wunderbar. Doch sie muss deshalb auch gut aufpassen auf sich und ihre Energie. Ihr Inneres Selbst stark halten. Nicht so viele negative Energien und Schwingungen von anderen an sich heranlassen.  Sich selbst vertrauen! Die einzige Stimme, die dich führt, ist die Stimme in dir. Sie ist ein wunderbarer Mensch! Ich liebe sie so sehr!!! Liebe sie alle. Was war das für eine schöne Zeit mit ihnen, sie zu begleiten, die Kinder wachsen zu sehen.“ Benita war früher sehr lustig, als sie jung war. Sie zeigt mir, dass sie gerne Spielzeug hatte, stolz im Maul herumgetragen hat. Auch hattet ihr ein besonderes Leckerli-Ritual. Sie zeigt mir, wie ein Mann ein Leckerli zwischen die Lippen nimmt und sie es von da nehmen darf, ganz vorsichtig. Übrigens hatte dieser Mann eine ganz besondere Beziehung zu ihr und trauert jetzt sehr, überspielt es aber. Sie war einfach der perfekte Hund. Eure Prinzessin, eure Seelengefährtin. Was für ein Glück, so eine Seele an seiner Seite zu haben!

Benita liegt neben mir und schaut in die Ferne, völlig entspannt, fast entrückt und es gibt keine Fragen… In diesem Moment ist alles Wissen der Welt vor uns. Doch ich frage sie in diese Stille, die Frage, die dich so sehr bewegt… Ob sie gelitten hat, bevor sie ging, ob sie zu viele Schmerzen hatte? Und sie lächelt und sagt: „Ich habe gewusst, dass ich gehen werde. Dass die Zeit gekommen ist. Und ich bin froh, dass sie es nicht wussten. Nein, ich war schon oft vorher auf der anderen Seite, wenn ich träumte. Die Zeit war abgelaufen für meinen Körper. Es ist immer schwer, wenn sich die Seele vom Körper löst. Die Energie sich von der Materie trennt. Doch da ist die Seele bereits außerhalb und schaut herab auf das Geschehen, das voller Liebe ist. Es ist ein Prozess und ein Beweis der größten Liebe, in diesem Moment gehalten zu werden. Mach dir bitte keine Gedanken darüber. Abschied ist schwer für Menschen, und deshalb ist es ein Segen, wenn er so plötzlich scheint für sie. Ich habe mich schon vorher verabschiedet, ganz leise, in den Momenten des innigen Beisammenseins, den stillen Blicken und im Gedankenaustausch. Marie weiß das. Die Ahnung war das. Der Abschied, der allerletzte Moment ist nicht der Wichtigste… Es ist die Erinnerung an die schönen Momente, denn nicht alle sind stark genug, damit umzugehen (hier meint sie deinen Sohn.) Alles ist gut!“

„Ich weiß, dass sie mich lieben, so, wie ich sie liebe und diese Liebe verbindet uns für immer. Iska ist gewachsen. Sie ist stark, stärker jetzt. Sie braucht euch und ihr braucht sie. Sie wird euch halten und ihr sie. Sie ist jetzt eure Prinzessin. Eure lebendige Verbindung zu mir. Nehmt meine Kraft. Sie ist da. Meine Energie ist bei euch und wird euch beschützen und leiten, auch wenn ihr mich nicht mehr sehen könnt. Habt Vertrauen!“ Benita steht auf, berührt meine Hand noch einmal mit ihrer Nase und geht davon. In der Ferne schaut sie sich noch einmal um und ich sehe das Bild, das du gesehen hast. Sie steht unter Bäumen. Wunderschön. Als ich vor mir auf die Wies schaue, liegt dort, wo sie gelegen hat, ein Zweig. Ein Zweig mit weißen Blüten. Ein Zeichen für Wachsen und Neubeginn. Von Frühling und der Natur. Von Gehen und Werden. Immer wieder. Wiedergeburt… (Es hat was mit deiner Tochter zu tun. Die Information ist plötzlich da.) Ich habe Tränen in den Augen und als ich wieder aufschaue, ist Benita verschwunden.

Danke Benita, du große, wunderbare Seele ♥

Danke für die Rückmeldung… für unsere Freundschaft und euer Vertrauen…

„Liebe Sylvia,

mir fehlen einfach die Worte und die Tränen laufen……

Das ist unsere Benita…..diese Ruhe, diese Würde, die du beschreibst…..so war sie immer. Sehr erhaben, sie wurde nie in Frage gestellt von anderen Hunden, wurde immer respektiert von Allen. Sehr weise……über ihr Leben hinaus, auch das stimmt genau! Und es stimmt genau, dass sie gegangen ist, wie sie gelebt hat. Das einzige, was für sie gezählt hat, waren wir, bei uns zu sein war für sie das Grösste. Das hat Benita uns immer gezeigt und dafür habe ich sie um so mehr geliebt. Die weiße Porzellanfigur ist ein weißer Schäferhund und steht im Zimmer meiner Tochter.

Und ja…..liebe Sylvia, sie war ein sehr lustiger Hund und liebte es, Bälle und Dummys zu apportieren. Wir durften ihr nie zeigen, wenn wir einen Ball dabei hatten, bis sie sich gelöst hatte, denn wenn der Ball flog, war sie nur glücklich und keine Zeit mehr für irgend etwas anderes :)) vor allem, wenn sie dann noch aus dem Wasser aportieren konnte! Das Leckerlie-Ritual, das du gesehen hast, ein sehr großer Vertrauensbeweis an unsere Benita. Nie hätte sie auch nur einem von uns weh getan. Der Mann, den du siehst, ist mein Mann und beide waren sehr verbunden miteinander. Am Wochenende oder in den Ferien war Benita sein Schatten. Sie folgte ihm auf Schritt und Tritt, da hatte er immer viel Zeit für Benita und sie unternahmen lange Spaziergänge zusammen. Und du hast Recht, er trauert sehr und überspielt es. Sie war ist und bleibt unser größtes Glück!

Ja, sie kennt mich gut, ich habe vor ihrem Tod oft daran gedacht… Es fing eigentlich damit an, als ich zum ersten mal das Lied von Unheilig gehört habe “ So wie du warst „… Da dachte ich, dieses Lied ist für Benita geschrieben und zu ihrem Tod werde ich das posten… Und immer wieder kamen in mir Gedanken zu ihrem Tod. Damals fühlte ich mich schlecht, weil ich solche Gedanken hatte. Jetzt weiß ich, dass das die Vorahnung war, von der Benita spricht. Und sie hat recht, dass ich viel mehr auf meine innere Stimme hören sollte, doch ich kann das nicht immer richtig einschätzen. Sie hat mich oft intensiv angeschaut und diese Blicke waren für mich das Größte, da las ich das Vertrauen und die Liebe zu mir.

Iska hat sich verändert, sie bellt nur noch wenig, seit Benita uns verlassen hat und hat sich Benitas Lieblingsplatz ausgesucht, wo sie jetzt öfters liegt. Aber sie fehlt ihr auch, manchmal habe ich das Gefühl, dass sie trauert, es ist ihr Blick, er ist dann sehr traurig! Ich wusste, dass Benita sie unterstüzt und stärkt und auch ich werde versuchen, ihr diese Stärke und das Vertrauen zu überbringen. Benita hat sich von dir verabschiedet, wie sie war, sanft und leise. Es berührt mich sehr… bis tief in meine Seele, was Benita gesagt und gezeigt hat. Ich fühle eine unendliche Dankbarkeit und nun kann ich sie ziehen lassen in ein weiteres schönes erfülltes Leben.

Und… sie ist die schönste und stolzeste weisse Wölfin die es je gegeben hat. Ich könnte noch so viel schreiben, finde nur nicht die richtigen Worte, ich bin so aufgewühlt im Moment. Die Gewissheit zu haben, dass Benita mit uns und bei uns so glücklich war, hat mich unendlich berührt und dass sie auch jetzt glücklich ist, hat mich befreit und ich glaube, auch offener gemacht für Alles was kommt! Liebe Sylvia, ich bin glücklich, dass du unsere Prinzessin kennen gelernt hast und sie auch dich so berührt hat. Alles was sie dir erzählt und die 13,7 Jahre mit uns sind fest in meinem Herzen verankert.

Ich bin dir unendlich dankbar und umarme dich mit ganzem Herzen! Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie einen so einfühlsamen und lieben Menschen kennen gelernt. Danke dafür!

Ganz liebe Grüße an dich und einen großen Dank für deine Unterstützung!

Marie-Rose

P.S. Mein Mann hat uns, nachdem er alles gelesen hat, was du uns geschrieben hast, immer wieder gefragt, wieso du das alles weißt und wir haben ihm immer wieder gesagt… Von Benita…

Liebe Sylvia, sehr gerne darfst du das auf deine Seite stellen. Vieleicht hilft es vielen anderen Menschen, die so wie ich, sehr unter dem Tod ihres geliebten Tieres leiden und sich dann auch für eine Tierkommunikation entscheiden. Uns hat es sehr geholfen und ich danke dir dafür, dass du es veröffentlichst.“

Er saß auf einer Bank und streichelte seinen Hund, während er leise mit ihm sprach. Ich war so berührt von diesem Anblick, dass ich mich einen Augenblick dazusetzte. Plötzlich sagt dieser Mann zu mir „Warum sind wir so?“ Ich entgegnete ihm „Wer?“ Der alte Mann „Wir… wir Menschen… Warum sind wir so?“ Überrascht antwortete ich „Ich weiß nicht…“

Und dann begann er einfach zu reden…: „Wir sind unzufrieden, wollen so Vieles ändern… unsere Umgebung, die Menschen… und dabei verurteilen wir, grenzen aus, zeigen mit dem Finger nur auf die anderen… doch wir selbst sind nicht bereit, uns zu ändern… ? Warum sind wir so? Warum lügen Menschen, hassen, verletzen andere? Warum? Warum jammern wir über das Leid auf der Welt für Mensch und Tier… den Raubbau der Natur… die Vergiftung unserer Umwelt… doch selbst wollen wir nichts dagegen tun? Warum sind wir so?

Warum sehen wir die Not der Schwächsten nicht und überlassen so Vieles dem Schicksal? Wir sind unglücklich in warmen Häusern, verzweifeln über gut gefüllten Tellern und sind schlaflos, weil wir uns den Kopf über „Probleme“ zerbrechen, die keine Wirklichen sind! Warum sind wir so? … Warum wollen wir immer nehmen, statt zu geben, sehen nur uns selbst und unsere Sorgen, die wir eigentlich doch gar nicht haben. Warum tun wir uns so schwer, Gefühle zu zeigen… Zuneigung, Trost oder Hilfe zu geben… und vielleicht etwas zu verändern, solange wir leben? Warum?“

Der alte Mann sah mich an und ich fragte „Haben Sie die Antwort gefunden?“ Er zögert einen Moment, bevor er fortfährt: „Ich bin alt, habe viel gesehen, erlebt und gelernt… Habe vertraut, geliebt und gekämpft. Bin oft gefallen, wurde belogen und verletzt. Habe viele Seiten des Lebens kennengelernt und bin so vielen verschiedenen Menschen begegnet. Ich habe viel Zeit damit verbracht, zu versuchen, die Menschen zu verstehen… Doch jetzt weiß ich, dass es Zeitverschwendung war… denn ich habe es nie verstanden, warum Menschen so sind…

Genau wie mein Freund hier…“ Er tätschelte liebevoll seinen Hund „der lange auf den Straßen lebte und nun mein treuester Gefährte ist. … Menschen wollen sich nicht ändern…“ Es klingt endgültig aus seinem Mund… nachdenklich… Und doch lächelt er weise in sich hinein. Sein Hund schaut ihn liebevoll an. Und so sitzen wir gemeinsam auf dieser Bank… und es fühlt sich so friedlich an… Doch die Gedanken wollen keine Ruhe geben und so sage ich in die Stille hinein zu ihm… „Aber es sind nicht alle so! Es kann doch nicht sein, dass alle Menschen einfach alles so hinnehmen… Es gibt doch Menschen… die anders sind…?“ Doch der alte Mann schweigt.

Nach einer Weile sagt er: „Die Antwort ist Liebe! Die wahre, reine, bedingungslose Liebe zur Natur und zu allem, was lebt. Sie vermag Berge zu versetzen, alles zu verbinden und alles zu heilen… Ja, es gibt sie, diese Menschen… überall… Und hier…“ Fragend sehe ich mich um… und als ich mich ihm wieder zuwende, schaut er mir tief in die Augen und sagt: „Wir alle sind auf der Suche nach jemandem, der etwas tut, etwas verändert. Doch die Veränderung beginnt in uns selbst… Bei jedem einzelnen!“

Er stand auf und ging langsam mit seinem Hund davon…

© Sylvia Raßloff

 

Es ist einer dieser Tage, an denen der Himmel nicht blau wird und die Kühle des Winters bereits zu spüren ist. Sie beobachten zusammen die Blätter, die zur Erde fallen und die so schön rascheln, wenn man durchläuft. „Ist Glück Freude? Wie vorhin, als wir gerannt sind?“ Ein kleines Stückchen rückt sie näher an ihren Freund heran, der nachdenklich in die Ferne schaut. „Weißt du, Glück ist ein Gefühl, das du in dir trägst... und das du irgendwann geschenkt bekommst… doch keiner kann es so richtig beschreiben…

Man weiß es erst, wenn es da ist. Du kannst es nicht anfassen und nicht festhalten. Es ist ein Traum, den Viele träumen. Egal wo auf dieser Welt. Alle Hunde träumen ihn… und man darf ihn niemals aufgeben. Diesen Traum, dass das Glück auf jeden von uns wartet. Niemals.“ „Aber was ist Glück, wenn du es gefunden hast?“ … „Glück ist… jemanden zu haben, der dich liebt. Glück ist Liebe! Es ist ein Geschenk. Das Größte überhaupt… Wir alle, Menschen und Tiere sind unser Leben lang auf der Suche danach…

Und wenn wir es gefunden haben, tragen wir Hunde es in unseren Herzen… bewahren es, wie einen Schatz… ohne es jemals als selbstverständlich zu betrachten oder zu enttäuschen. Weißt du, Glück ist Dankbarkeit… für Liebe, Wärme und Geborgenheit… für die Heimat unseres Herzens… Doch weißt du, was das wichtigste ist?“ „Nein…“ sagt das Mädchen. „Das Wichtigste ist, es weiterzugeben!… Immer und überall… und für die, die es brauchen! Das ist das wahre Glück!

Wir Hunde tun das… in jeder Sekunde, Minute… jeden Tag, jeden Augenblick, den es uns gut geht… mit einem Schwanzwedeln, einem Lachen… Liebe, Trost und Herzenswärme zu schenken… solange wir leben!“ … „Ich wünschte, viele Menschen täten das auch…“ sagt das Mädchen nach einer Weile. Sie schaut ihren Hund an… und seine braunen Augen schauen in ihre… „Das ist es, warum wir hier sind…Sie spürt den kalten Wind in diesem Augenblick gar nicht mehr, als er schließlich sagt…

„Komm, lass uns nach Hause gehen… bevor es dunkel wird… Lass uns rennen, so wie vorhin!“ Sie zögert – einen Moment noch – „Und was ist, wenn Ihr sterben müsst…?“ fragt sie leise… und schaut dann weg. Eine Träne kullert ihre Wange hinunter…Weißt du… Die Liebe stirbt nie… Sie ist ohne Zeit und Raum. Sie wird geboren, um weiterzuleben… und geht niemals verloren. Sie wird uns verbinden… und auch du wirst sie wiederfinden… In einem von uns! Wir alle haben diesen Traum…“

(Sylvia Raßloff)